Seminarthemen
1. Über Maßlosigkeit und Kontrolle, Ekel und Kampfschauplätze
Wie erleben essgestörte Menschen sich und ihre Welt? Welche Phasen hat die Erkrankung? Was bedeutet das für die Begleitung? Bei der Beantwortung dieser Fragen wird auf Modelle der Kreativen Leibtherapie wie das Verraumen und die konstitutiven Leibbewegungen zurückgegriffen. Den Phasen der Erkrankung entsprechend werden kreative Zugangsmöglichkeiten über das Wort hinaus demonstriert und geübt. Dabei werden krankheitsspezifisch Modelle der Kreativen Leibtherapie wie das Verraumen und die Konstitutiven Leibbewegungen vorgestellt und geübt.
2. Körperwahrnehmung und Körpererleben
Jede Essstörung ist eine Störung des Körpererlebens. Der Unterschied zwischen Körper-Sein und Körper-Haben wird erarbeitet und der Zusammenhang zwischen Bewertungen und Körpererleben thematisiert. Die fokussierende Arbeit mit dem Körperbild wird exemplarisch am eigenen Leib ausprobiert und vermittelt . Darüber hinaus werden Einheiten zur Stärkung der Körperwahrnehmung und des Körpererlebens erfahren und geübt, die in Gruppenarbeiten eingesetzt werden können.
3. Vom Verschwinden zur Ge-Wichtigkeit
Das Modell der Bedeutungsräume macht den Prozess einer Essstörung verstehbar, bietet gute diagnostische Möglichkeiten und eröffnet einen Fundus therapeutischer und sonstiger Interventionen, v. a. in Verbindung mit dem Konzept und der Methode der Arbeit mit den Primären Leibbewegungen.
4. Verhungern am Leben
Das Tridentitätskonzept des Nährens, Spiegelns und Gegenübers bietet eine Fülle von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, die in diesem Seminar vorgestellt und für die kreative Therapie mit essgestörten Menschen nutzbar gemacht werden sollen.
5. Supervision, Praxistraining, Screening
Begleitung von Menschen mit Essstörungen ruft Resonanzen hervor und lädt dazu ein, in persönliche und professionelle Fallen zu tappen. Praxisprobleme werden supervidiert und Herausforderungen in Simulationen geübt. In einem kreativen Screeningverfahren wird die Fachfortbildung abgeschlossen.
Bestandteil der Fachfortbildung ist das Durcharbeiten von Skripten und Fachliteratur zur theoretischen Vertiefung.

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