Slogan der Zukunftswerkstatt: Wenn Worte alleine nichtreichen
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Fachtherapeut/in oder -begleiter/in Essstörungen

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Termine

Beginn Ende Dozent/in Adresse Details
18.06.2010 20.06.2010 Rosalia Costagliola
Angela Froitzheim
Neukirchen-Vluyn, Zukunftswerkstatt Neukirchen-Vluyn
17.09.2010 19.09.2010 Rosalia Costagliola
Angela Froitzheim
Neukirchen-Vluyn, Zukunftswerkstatt Neukirchen-Vluyn
17.12.2010 19.12.2010 Rosalia Costagliola
Angela Froitzheim
Neukirchen-Vluyn, Zukunftswerkstatt Neukirchen-Vluyn
04.03.2011 06.03.2011 Rosalia Costagliola
Angela Froitzheim
Neukirchen-Vluyn, Zukunftswerkstatt Neukirchen-Vluyn
17.06.2011 19.06.2011 Rosalia Costagliola
Angela Froitzheim
Neukirchen-Vluyn, Zukunftswerkstatt Neukirchen-Vluyn

Detailinformationen

Inhalte/Programm

Inhalte Essstörungen

Essstörungen sind eine tiefgreifende Störung der Identität eines Menschen. Das Bewusstsein, die Sicherheit für das Eigene, das Unverwechselbare gehen verloren, das Gefühl für das Selbst und die Selbstachtung – die Ge-Wichtigkeit – gerät aus dem Gleichgewicht, verliert ihr Maß. Dies ist ein komplexer Prozess des Erlebens, der Gefühle wie Scham und Ekel ebenso umfasst wie das Körpererleben. Nicht nur die Pfunde „verschwinden“ (Anorexie) oder schieben sich wie ein Schutzschild zwischen Innenwelt und Umwelt (Adipositas) oder spiegeln das verzweifelte Ringen um „Normalität“ wieder (Bulimie) – gleichzeitig „verschwinden“ in jedem Fall auch die sozialen Beziehungen und die Lebensfreude, kapseln sich ein und werden von großer Anstrengung überlagert. Jede Essstörung ist auch ein Prozess zunehmender Dissoziation. Die jeder Person eigene Ge-Wichtigkeit wiederzuerlangen und die Individualität zu nähren, muss Leitfaden unserer Hilfestellung sein. Dabei gilt es, die Würde der erkrankten Menschen zu wahren und die Not ihrer Innenwelten zu würdigen. Jede Essstörung ist der hilflose Versuch, eine Antwort auf etwas zu finden, was der betroffene Mensch nicht bewältigen kann. Dieser Versuch betrifft das gesamte Erleben – deshalb sind am Erleben orientierte Modelle und Methoden Kreativer Leibtherapie hilfreich und notwendig. Das Trauma oder sonstige Erleben, das in die Essstörung treibt, ist zumeist Worten nicht zugänglich oder allein durch Worte nicht zu fassen – deshalb bieten die Wege des Musizierens, Tanzens und Gestaltens Zugänge und Veränderungsmöglichkeiten. Jede Essstörung ist ein Versuch, ein nicht mehr aushaltbares Körpererleben und Körperbild zum Verschwinden zu bringen – deswegen ist insbesondere die am Erleben orientierte Körperbildtherapie der Kreativen Leibtherapie oft ein „Königsweg“ der Hilfestellung. In der Beratung und sonstigen Begleitung können kreative Elemente das Gespräch ergänzen und vertiefen.

Themen

Themen Essstörungen

1. Über Maßlosigkeit und Kontrolle, Ekel und Kampfschauplätze
Wie erleben essgestörte Menschen sich und ihre Welt? Welche Phasen hat die Erkrankung? Was bedeutet das für die Begleitung? Bei der Beantwortung dieser Fragen wird auf Modelle der Kreativen Leibtherapie wie das Verraumen und die konstitutiven Leibbewegungen zurückgegriffen. Den Phasen der Erkrankung entsprechend werden kreative Zugangsmöglichkeiten über das Wort hinaus demonstriert und geübt. Dabei werden krankheitsspezifisch Modelle der Kreativen Leibtherapie wie das Verraumen und die Konstitutiven Leibbewegungen vorgestellt und geübt.

2. Körperwahrnehmung und Körpererleben
Jede Essstörung ist eine Störung des Körpererlebens. Der Unterschied zwischen Körper-Sein und Körper-Haben wird erarbeitet und der Zusammenhang zwischen Bewertungen und Körpererleben thematisiert. Die fokussierende Arbeit mit dem Körperbild wird exemplarisch am eigenen Leib ausprobiert und vermittelt . Darüber hinaus werden Einheiten zur Stärkung der Körperwahrnehmung und des Körpererlebens erfahren und geübt, die in Gruppenarbeiten eingesetzt werden können.

3. Vom Verschwinden zur Ge-Wichtigkeit
Das Modell der Bedeutungsräume macht den Prozess einer Essstörung verstehbar, bietet gute diagnostische Möglichkeiten und eröffnet einen Fundus therapeutischer und sonstiger Interventionen, v. a. in Verbindung mit dem Konzept und der Methode der Arbeit mit den Primären Leibbewegungen.

4. Verhungern am Leben
Das Tridentitätskonzept des Nährens, Spiegelns und Gegenübers bietet eine Fülle von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, die in diesem Seminar vorgestellt und für die kreative Therapie mit essgestörten Menschen nutzbar gemacht werden sollen.

5. Supervision, Praxistraining, Screening
Begleitung von Menschen mit Essstörungen ruft Resonanzen hervor und lädt dazu ein, in persönliche und professionelle Fallen zu tappen. Praxisprobleme werden supervidiert und Herausforderungen in Simulationen geübt. In einem kreativen Screeningverfahren wird die Fachfortbildung abgeschlossen.

Bestandteil der Fachfortbildung ist das Durcharbeiten von Skripten und Fachliteratur zur theoretischen Vertiefung.

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