Würdigende Biografie- und Sinnesarbeit
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Detailinformationen
Inhalte/Programm
Inhalte Würdigende Biografie- und Sinnesarbeit
Die Notwendigkeit, die biografischen Erfahrungen alter Menschen in die Altenhilfe und Gerontopsychiatrie einzubeziehen, wird immer mehr zum Allgemeingut. Doch wie geschieht das sinnvoll und in den Arbeitsalltag integriert? Es reicht z. B. nicht, bei der Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung biografische Daten zu erheben, die dann in den Akten verstauben. Was im Leben der Menschen war und ist für sie immer noch wirklich wichtig? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es eines Ansatzes der Biografiearbeit, der im Sinne des SMEI- Konzeptes die subjektiven Bedeutungen, die Lebenserfahrungen für einen Menschen haben, würdigt. Würdigende Biografiearbeit sollte während des gesamten Betreuungs- und Pflegeprozesses erfolgen und eng mit Sinnesarbeit verknüpft werden, da diese biografischen Erfahrungen, die in den Menschen als wichtig nachklingen, lebendig machen. Durch Arbeit mit Märchen und Puppen sowie Atemgestützte Tiefenresonanz-Therapie können auch verschüttete und aus anderen Gründen nicht in Worten ausdrückbare Lebenserfahrungen und Lebensqualitäten mitteilbar werden.
Würdigende Biografie- und Sinnesarbeit fließt in den Alltag von Pflege und Betreuung ein und ist gleichzeitig Inhalt besonderer Angebote mit ein- zelnen alten Menschen und Gruppen.
Themen
Themen Würdigende Biografie- und Sinnesarbeit
1 Die Würde des Alterns
Altern zwischen Loslassen und Ergreifen neuer Chancen; der Tanz der Würde und der Boden der Würde des Alters; das Konzept des ungelebten Lebens und seine Folgerungen für die Altenhilfe.
2 Biografie und Trauma
Das Seminar vermittelt Grundlagen würdigender Biografiearbeit und legt dabei besonderes Gewicht auf das Verständnis und den Umgang mit Folgen traumatischer (Kriegs-)Erfahrungen.
3 Arbeit mit Märchen und Puppen
In dem Seminar werden Methoden der Märchen- und Puppenarbeit vorgestellt und erprobt. Damit werden verbale und nonverbale Dialoge und Identifikationstechniken erschlossen. In der Arbeit mit Märchen und Puppen können biografische Belastungen mitteilbar und gleichzeitig tröstend integriert werden.
4 Übungen und Konzepte
In diesem Seminar steht praktisches Übung der Arbeit mit einzelnen Menschen und mit Gruppen im Vordergrund. Eingesetzt werden Simulationsverfahren und Supervisionstechniken. Es wird an Hand von Leitfragen geübt, Konzepte für eigene Angebote zu entwickeln oder zu erweitern.
5 Begegnungen ohne Worte/Screening
Wenn Kontakt über Worte nicht mehr möglich ist, bleiben Dialoge der Sinne. Wenn auch diese nicht mehr möglich sind, bleiben Dialoge des Atmens. Solche Begegnungsmöglichkeiten ohne Worte werden hier vermittelt und geübt. Im Mittelpunkt steht die ‚Atemgestützte Tiefenresonanz-Therapie‘ des SMEI- Verfahrens.
