Slogan der Zukunftswerkstatt: Wenn Worte alleine nichtreichen

Clowntherapie

"Freud mit roter Nase" - Clownerie in Therapie und psychosozialer Begleitung

Eine rote Nase aufzusetzen, verändert den Blick auf die Welt –den eigenen und den der anderen. Wir laden damit ein, feststehende Haltungen und unabänderliche Verhaltensweisen zu verrücken und ver-rückt zu sein. Die rote Nase erlaubt Überraschungen und spielerische Experimente. Die rote Nase erlaubt den Schritt daneben.

Clowns und Narren halten der Welt den Spiegel vor – das können sie nur, wenn sie genau hinschauen und besonders das betrachten, was sich dem Blick entzieht. Clowns und Narren lachen über sich und nehmen sich selbst nicht so ernst – das können sie nur, wenn sie ihre eigenen Impulse äußerst ernst nehmen.

Clowns und Narren sind Experten der Widersprüche. Clowns und Narren sind lustig und weinen. Sie scheitern und stehen immer wieder auf. Sie treten auf als Zirkus-Clown, als Harlekin oder Narr am Königshof. Wir treffen sie als Puck im Sommernachtstraum, als Buster Keaton oder in der Blechtrommel. Und wir sollten sie noch viel häufiger treffen: in Krankenzimmern und Hospizen, bei Kindern wie Erwachsenen, in der Altenhilfe wie in therapeutischen Praxen.

Für wen?

Für Fachkräfte der psychosozialen Arbeit, v.a. aus dem Gesundheitswesen, der Erziehung/Pädagogik, des Sozialwesens und der Therapie.

Ihr Nutzen

Sie erwerben mit dieser Fachfortbildung die Kompetenzen, als Clown/in in psychosozialen Einrichtungen aktiv zu werden und clowneske Elemente in ihre therapeutische Arbeit zu integrieren:

  • über sich lachen und sich im anderen erkennen
  • mit der eigenen Ernsthaftigkeit und dem Selbstbild spielen
  • sich ungeschminkt zeigen
  • Achtsamkeit und Vertrauen in eigene Impulse und diese sichtbar machen
    sich dem Scheitern und der Ohnmacht stellen (aus der Panneentsteht der Neubeginn)
  • Training der Resonanzfähigkeit
  • den Ungehorsam und die Kraft des Widerstandes erkunden

Seminarthemen

  1. Mein innerer Clown, meine innere Clownin
    Vom Spielen, Staunen, der Absichtslosigkeit und der Lust am Scheitern. Jeder Mensch trägt einen eigenen individuellen Clown, eine individuelle Clownin in sich. Wir erproben verschiedene Zugänge, unsere „inneren Clowns“ zu entdecken und damit in Kontakt mit uns selbst und anderen zu kommen.
  2. Närrische Copings, „verrückte“ Lösungen
    Oft stecken Menschen fest und finden keine Lösungen für ihre Probleme. Oder sie merken, dass die Bewältigungsstrategien, die sie kennen und auf die sie zurückgreifen, in der aktuellen Situation nicht mehr taugen. In dem Seminar werden Methoden vermittelt, wie „närrisch“ und „clownesk“ neue Wege der Veränderung gefunden und erprobt werden können.
  3. Clowns im Dialog
    Clowneske Improvisationen, dialogische Experimente. Hinweise und Übungen zur Clownsarbeit in verschiedenen Praxisfeldern.
  4. Verrückte Vorbilder – Narren und Clowns in Poesie und Theater
    In zahlreichen poetischen Werken tauchen Clowns und Narren auf und ergeben zusammen mit den „klassischen“ Clowns der Zirkusgeschichte ein eindrucksvolles Panoptikum von Vorbildern, die unsere Sicht auf die Welt und unsere Haltung zu ihr „verrücken“ können. Diese „verrückten“ Vorbilder geben unserem eigenen Clown Anregungen und können in der therapeutischen und begleitenden psychosozialen Clownsarbeit starke Impulse setzen.
  5. Fallen und Herausforderungen der psychosozialen Clownerie/
    Screening – Rückblick und Aussicht

Wissenswertes

Dauer: 12 Monate

Umfang: 5 Wochenendseminare

Kosten: Anmeldgebühr: 50,- €, 12 monatliche Raten à 80,- €

Voraussetzung: Therapeutische Ausbildung oder andere fachliche Kompetenzen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, Erziehung und Pädagogik. Teilnahme an fortlaufenden Clownskursen oder -gruppen.

Informationen zu den Dozent/innen Karin Voges und Dr. Udo Baer.

Termine Fachfortbildung

Veranstaltung Kategorie Leitung Termin Ort
Clowntherapie
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Karin Voges
Dr. Udo Baer
01.10.2010 03.10.2010 Neukirchen-Vluyn, Zukunftswerkstatt Neukirchen-Vluyn