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Kreative Suchttherapie und -begleitung

Sucht hat viele Gesichter, sie sucht sich individuelle Wege und kennt unterschiedlichste Ursachen. Jede Suchterkrankung ist nicht nur ein Prozess stofflicher biochemischer Veränderungen, sondern eine individuelle Veränderung der Art und Weise, wie Menschen sich und ihre Welt erleben. Um dies zu verstehen und in Therapie und sonstiger Begleitung zu nutzen, haben Leibphänomenologie und Kreative Leibtherapie hilfreiche Modelle und Methoden entwickelt. Deshalb ist diese Fachfortbildung und sind diese Fachseminare „leiborientiert“. 

Sucht dient dazu, innere Spannungen, unerträgliche Unruhe oder quälende Leere zu bewältigen. Das Suchtmittel bietet Schutz und Kontrolle gegenüber zu starken oder bedrohlichen Gefühlszuständen. Dieser Weg mündet jedoch in eine Scheinwelt und in Selbstzerstörung, verbunden mit einem völligen Verlust des eigenen Selbstwertes.

Sucht entspringt oft aus der Unfähigkeit, mit den eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer umzugehen. Oft haben die Erkrankten das nicht gelernt oder es wurde ihnen ausgetrieben. Sucht führt meist dazu, emotional abzustumpfen oder nur noch bestimmte Gefühle zuzulassen. Sucht verbirgt ungelebtes Leben und ist Ausdruck der Unfähigkeit, das Leben zu lieben. Menschen im Arbeitsfeld Suchthilfe müssen sich deshalb in den Gefühlswelten und im Körpererleben der Erkrankten auskennen und darauf bezogene Hilfen anbieten. 

Sucht entsteht meist aus früheren und aktuellen Beziehungsstörungen und ist eine extreme Beziehungsverhinderung. Dies spiegelt sich in Vereinsamung und Kontaktunfähigkeit und zeigt sich in Kontaktproblemen, Resonanzen und Übertragungen mit den professionellen Begleiter/innen. Menschen im Arbeitsfeld Suchthilfe müssen diese Veränderungen und Muster kennen und konkrete Wege finden, Änderungen der Beziehungsfähigkeit zu ermöglichen. 

Sucht führt zu Verantwortungslosigkeit sich selbst und anderen gegenüber, zur Abwertung anderer und Selbstverachtung. Menschen im Arbeitsfeld Suchthilfe brauchen Wege, über Selbstwert und Verantwortlichkeit nicht nur zu reden, sondern neue Erfahrungen des Selbstwertes und der Verantwortlichkeit erlebbar zu machen und so zu fördern. Die Fachfortbildung und die Fachseminare bieten Kompetenzen und Know-how angesichts dieser Herausforderungen, theoretisch fundiert und praxisbezogen.

Die Seminare richten sich an Fachkräfte der Suchtkrankenhilfe sowie an Therapeut/innen und Berater/innen, die mit suchtkranken Menschen arbeiten.

Ausführliche Informationen zur modularen Fachfortbildung:

  • Die Kosten pro Seminar betragen 195,- €. Für die Erstellung eines Zertifikats über das Absolvieren der Fachfortbildung „Kreative Suchttherapie und -beratung“ wird eine Gebühr in Höhe von 60,- € berechnet. 
  • Bei Rücktritt beachten Sie unsere AGB.

Verbinden Sie die Seminare zu einer Fortbildung

Sie haben die Möglichkeit, ein Zertifikat über das Absolvieren der Fachfortbildung "Kreative Suchttherapie und -begleitung" zu erhalten, wenn Sie die Teilnahmebescheinigungen von mindestens fünf Seminaren bei der Geschäftsstelle in Neukirchen-Vluyn einreichen. Für die Erstellung des Zertifikats werden zusätzliche Gebühren in Höhe von 60,- € berechnet.

Gerne können Sie unser Angebot "Kreative Suchttherapie und -begleitung" auch von Beginn an als kompakte Fachfortbildung buchen, um z. B. für die Finanzierung der Seminare eine Förderung beantragen zu können. Hierfür geben Sie bitte direkt bei Ihrer Anmeldung an, welche fünf Seminare Sie belegen möchten und vermerken "Kompakte Fachfortbildung" auf dem Anmeldeformular.

Bitte beachten Sie, dass die für ein Zertifikat benötigten Seminare in einem Zeitraum von 3 Jahren ab dem zuerst belegten Seminar absolviert werden müssen. Ausnahmen können beantragt werden.

Die Seminare: Suchttherapie und -beratung

Die nachstehenden Seminare können einzeln und unabhängig voneinander besucht werden. Suchen Sie sich heraus, was Sie interessiert. Die erfolgreiche Teilnahme an jedem Seminar wird bescheinigt.

Jedes Wochenendseminar beginnt i. d. R. freitags um 18.00 Uhr und endet sonntags um 13.30 Uhr. Die maximale Gruppengröße beträgt 16 Teilnehmer/innen.

Geistige Behinderung und Sucht — Grundlagen und Verständnis

aus der Seminarreihe zum Thema "Behindertenhilfe"

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Sucht

aus der modularen Fachfortbildung "Psychiatrie kreativ"

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Sucht: Vom ungelebtem Leben, das leben möchte, vom Nein-Sagen und der eigenen Kostbarkeit

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Maßlos: Suchterkrankungen in Familien und die Folgen

aus der modularen Fachfortbildung "Expert/innen-Kompetenz für die Arbeit mit Kindern, Jugenlichen und Familien"

zum Seminar

Suchthilfe als Beziehungsarbeit: Ich und die Anderen

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Trauma, Sucht und Leere

zum Seminar

... und aller Anfang ist familiär! — Sucht und Familie

zum Seminar

Und wenn es nicht allein die Sucht ist: Komorbidität — Sucht und psychische Erkrankungen

zum Seminar

Wohin mit den Gefühlen?

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Zwischen "Zuviel" und "Zuwenig", Maßlosigkeit und Kontrolle

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Termine

Datum
Veranstaltung
Typ
Ort
Dozent/in
12.05.2017 - 14.05.2017
Stufe 3: Psychotherapie modulare Fachfortbildung Mehrtägiges Seminar
Duisburg-Neudorf (Nordrhein-Westfalen)
Andrea Quaß
29.09.2017 - 01.10.2017
Stufe 3: Psychotherapie modulare Fachfortbildung Mehrtägiges Seminar
Duisburg-Neudorf (Nordrhein-Westfalen)
Kerstin Wilcke
08.12.2017 - 10.12.2017
Stufe 3: Psychotherapie modulare Fachfortbildung Mehrtägiges Seminar
Duisburg-Neudorf (Nordrhein-Westfalen)
Kerstin Wilcke