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Didaktik-Richtlinien

Wie wir lehren — unsere Didaktik

Die Didaktik der Zukunftswerkstatt therapie kreativ ist einer Pädagogik der Würde verpflichtet. Das bedeutet, sie orientiert sich daran,

  •  die Leiblichkeit der Lernenden und der Lehrenden zu achten,
  • die Tatsache, dass Lehren und Lernen immer auch Beziehungserfahrung ist, zu respektieren,
  • die Kompetenzen der Lernenden ebenso zu würdigen wie die Vorbildfunktion und Autorität der Lehrenden.


Sie beruht auf den Ethik-Richtlinien der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und der Assoziation Kreativer Leibtherapeut/innen.

Unsere Didaktik kann nicht aus einem Regelwerk bestehen. Wir Lehrenden stehen beim hochkomplexen Lehren von Therapie besonderen Ansprüchen gegenüber und müssen Widersprüchlichkeiten erkennen, aushalten und leben. Die wichtigsten dieser Widersprüche sind:

Wir lehren Modelle des Erlebens und lehren dies über Erfahrungen des Erlebens
und
wir vermitteln Wissen, ermöglichen und fordern Verstehen.

Kreative Leibtherapie kann nur vermittelt werden, wenn man sie erlebt und diese Erfahrungen ein- und angebunden werden an die jeweiligen Lehrinhalte und die zugrunde liegende Theorie, die Wissen, Einordnen und Verstehen ermöglicht.

Wir ermöglichen in den Seminaren praktische Erfahrungen
und
unterstützen die Lernenden, das Gelernte in ihre Praxisfelder zu transferieren.

Die Teilnehmenden erfahren Inhalte praktisch, am eigenen Leib und sie üben miteinander. Durch Simulationen, Beispiele, die Vorbereitung und Auswertung von Praktika und anderen praktische Erfahrungen unterstützen wir den Transfer in die Praxisfelder der Teilnehmenden.

Wir achten die Einzigartigkeit der therapeutischen Begegnung
und
vermitteln verallgemeinerte Inhalte: Theorie und praktische Methoden, Haltungen und Leitlinien.

Therapie ist Kunst, denn sie lebt in der einzigartigen Begegnung zweier Menschen. Insofern ist sie „eigentlich“ gar nicht zu lehren. Und doch muss sie gelehrt, müssen Kompetenzen entwickelt werden. Wir tun dies, indem wir exemplarisch zeigen, wie therapeutisch gearbeitet werden kann, indem wir Modelle therapeutischer Arbeit lehren und indem wir dabei immer wieder die Einzigartigkeit jedes/r Klient/in und jeder therapeutischen Begegnung betonen.

Wir bemühen uns um eine Pädagogik der gleichen Augenhöhe
und
wir übernehmen Verantwortung als Gegenüber in Aus- und Fortbildungen.

Wir sind interessiert daran, dass Lernende ihre eigenen Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, das Gelernte kritisch überprüfen und eigene Auffassungen entwickeln können. Und wir Lehrende stehen als Autoritäten für die Kompetenz in der Ausbildung zur Verfügung und übernehmen die Verantwortung, dass und wie die Lerninhalte in den Gruppen der Lernenden vermittelt werden.

Wir demonstrieren in den therapeutischen Angeboten, wie therapeutische Methoden praktisch umgesetzt werden
und
wir sorgen dafür, dass der rote Faden der Aus- und Fortbildung gewahrt bleibt.

In den Demonstrationen therapeutischer Arbeit zeigen wir als Lehrende und als Therapeut/innen, wie Elemente kreativer Leibtherapie praktisch umgesetzt werden. Damit übernehmen wir nicht vorrangig eine therapeutische Rolle, sondern wirken vorrangig als Lehrende, die den Ausbildungsverlauf begleiten und den Ausbildungserfolg bewerten.

Wir verfolgen in den Aus- und Fortbildungen klare Absichten, wie sie dem Curriculum entsprechen
und
wir lassen uns immer wieder von den Besonderheiten der konkreten Situationen in den Gruppenprozessen überraschen und gehen darauf ein.

Unsere Haltung und unser Handeln sind bestimmt von größtmöglicher Transparenz und Prozessorientierung, die gleichzeitig die Lehr- und Lerninteressen im Fokus der Aufmerksamkeit behält.