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Kriegstraumata

Zwei Drittel der Menschen, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, haben eine oder mehrere traumatische Erfahrungen machen müssen. Auch viele andere Menschen erlitten Traumata, sei es durch sexuelle Gewalt, Unfälle, Bürgerkrieg in Südosteuropa und andere Erfahrungen. Bei den meisten führen die traumatischen Erfahrungen zu schwerwiegenden langfristigen Folgen. Welche Auswirkungen hat das für die nächste Generation? In der therapeutischen Arbeit erfahren wir immer wieder, dass dies Folgen hat, auch und gerade wenn über den traumatischen Schrecken nicht erzählt wurde. Auch das Schweigen transportiert Botschaften. Für die Nachgeborenen ist es wichtig, diese Botschaften zu verstehen, um sich selbst zu verstehen und nicht das Leiden der Eltern- und Großeltern-Generation unbewusst fortzusetzen.

Viele Fachkräfte in der Altenhilfe begegnen kriegstraumatisierten alten Menschen, was ihre eigenen Erfahrungen als Co-Traumatisierte der zweiten und dritten Generation aktiviert. Vielen Fachkräften in Frauenberatungsstellen, in der Kinder- und Jugendhilfe, in therapeutischen Praxen und Kliniken geht es ähnlich. Für Therapeut/innen und andere Fachkräfte, die traumatisierte Menschen begleiten, ist es notwendig, um die generationenüberschreitende Weitergabe von Traumata zu wissen und vor allem diese in der Arbeit zu erkennen und damit umzugehen.

 

KompetenzTag

Botschaften des Schweigens
Das Trauma und die nächste Generation

am 04.10.2010 in Meerbusch
am 08.10.2010 in Waldkirch bei Freiburg