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Therapeutische Arbeit mit transgenerativen Traumata

Zwei Drittel der Menschen, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, haben eine oder mehrere traumatische Erfahrungen machen müssen. Auch viele andere Menschen erlitten Traumata, sei es durch sexuelle Gewalt, Unfälle, Bürgerkrieg in Südosteuropa und andere Erfahrungen. Bei den meisten führen die traumatischen Erfahrungen zu schwerwiegenden langfristigen Folgen.


Welche Auswirkungen hat das für die nächste Generation? In der therapeutischen Arbeit erfahren wir immer wieder, dass dies Folgen hat, auch und gerade, wenn über den traumatischen Schrecken emotional geschwiegen wurde. Auch das Schweigen transportiert Botschaften.

Für die Nachgeborenen ist es wichtig, diese Botschaften zu verstehen, um sich selbst zu verstehen und nicht das Leiden der Eltern- und Großeltern-Generation unbewusst fortzusetzen.

Für Therapeut/innen, die traumatisierte Menschen begleiten, ist es notwendig, um die Generationen überschreitende Weitergabe von Traumata zu wissen und vor allem, diese in der Arbeit zu erkennen und damit umzugehen.

Für Therapeut/innen mit einer mindestens zweijährigen Fortbildung bei der Zukunftswerkstatt therapie kreativ oder einer vergleichbaren Fortbildung mit Selbsterfahrungsanteilen aus dem Bereich der humanistischen Therapien. (Diese Ausnahmen können beantragt werden). Die Teilnahme an dieser einjährigen Fachfortbildung ersetzt eine therapeutische Aus- bzw. Weiterbildung nicht, sondern ergänzt sie. Die Bereitschaft, „am eigenen Leibe“ zu lernen, wird erwartet. Bereitschaft zu begleitender Supervision und ggf. Therapie am Heimatort wird vorausgesetzt.

1.     Erlebensreisen durch die Jahrzehnte

Was haben traumatisierte Menschen früherer Generationen erlebt? In welchen Lebenswelten sind sie eingehaust? Eine intermediale Reise durch Geschichte und Geschichten, um Zugänge zu transgenerativer Traumatherapie zu gewinnen.

 

2.     Trauma und Traumaweitergabe

Indikationen und Symptome transgenerativer Traumaweitergabe, Verständnis dieser Prozesse, therapeutische Zugänge

 

3.     Würdigen, was ist – vom Diffusen über die Begegnung zur Veränderung

Transgenerative Traumatherapie mit phänomenologischer Kleinschrittigkeit, Next Generation, Erregungskonturen, Verraumen, „Schritt beiseite“ ...

 

4.     Screening: Was die Leere erzählt – Resonanzen, Praxistraining, Supervision

Supervision und Besprechung mitgebrachter Praxisbeispiele mit Methoden der Identifikation und Nutzung von Resonanzen, theoretische und methodische Vertiefungen

Weitere Bestandteile sind sechs Internetvorlesungen mit Arbeitsmaterialien zu Theoriethemen, die den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt und durchgearbeitet werden sollen.

Ausführliche Informationen zur einjährigen Fachfortbildung:

 

 

 

  • 50,- € Anzahlung sowie 12 monatliche Raten à 115,- €.
  • Bei Rücktritt beachten Sie unsere AGB

Abschluss:

Bei erfolgreicher Teilnahme an allen vier Seminaren und den Internetvorlesungen erhalten Sie ein Zertifikat über den Abschluss der Fachfortbildung "Therapeutische Arbeit mit transgenerativen Traumata".

Termine

Datum
Veranstaltung
Typ
Ort
Dozent/in
15.12.2017 - 17.12.2017
Stufe 3: Psychotherapie Fachfortbildung
Neukirchen-Vluyn (Nordrhein-Westfalen)
Rosalia Costagliola

Tagung "Wenn Worte allein nicht helfen ..."

Kreative Hilfe für traumatisierte, geflüchtete Menschen in der Praxis

am 06.09.2017 in Duisburg im Rahmen des Projekts "aufrichten!"

Nähere Informationen

Trauma und Würde — ein Blog von Dr. Udo Baer

Auf www.trauma-und.würde.de erscheinen regelmäßig Beiträge rund um das Thema "Trauma und Würde". Die Form reicht von Kommentaren, nützlichen Methoden oder Hintergrundanalysen bis zu Literaturtipps und Buchauszügen. Vor allem finden Sie viele konkrete Hilfen für Menschen, die traumatisierte Personen begleiten. Hauptautor ist Dr. Udo Baer.

Lesen Sie doch gleich mal rein!       zum Blog