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Kreative Traumatherapie

Sexuelle Gewalt oder andere traumatische Bedrohungen erlitten zu haben, hat tiefgreifende Folgen für die Art und Weise, wie Menschen die eigene Person und ihre sozialen Beziehungen erleben.

Da Traumatisierungen oft (und sexuelle Gewalt immer) Beziehungstaten sind – verstehen wir Traumatherapie als Beziehungsarbeit.

Da traumatisches Erleben oft unsagbar ist – malen, gestalten, musizieren, tanzen wir es.

Da Wunden (= Traumata) nur geheilt werden können, wenn sie wahrgenommen werden – würdigen wir sie.

Da der Weg aus dem Trauma, das Aufrichten, nur gelingt, wenn der Mensch mit seinem Erleben ernst genommen wird - nehmen wir ihn und uns selbst ernst.
Kreative Traumatherapie ist leiborientiert („Leib“ meint den erlebenden Menschen).

Da Aufrichten auch das Wissen und Erkennen der eigenen Kompetenzen und Ressourcen erfordert – würdigen wir die oft verschütteten Kompetenzen und Ressourcen der traumatisierten Menschen und helfen dabei, sie aus dem Versteck hervorzulocken.

Die Fortbildung ist ein Qualifizierungsangebot für Therapeut/innen und andere Fachkräfte, die mit traumatisierten Menschen arbeiten, vor allem mit Erwachsenen, die unter dem Posttraumatischen Stress-Syndrom (PTSS) und anderen Folgen traumatischer Erfahrungen leiden. Der Schwerpunkt unserer Erfahrung liegt in der Arbeit mit Opfern sexueller Gewalt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Therapeut/innen in ihrer Praxis auf Menschen treffen, deren Leiden zumindest auch eine Folge traumatischer Erfahrungen ist, ist groß.

Diese Fortbildung wendet sich sowohl an sie als auch an Fachkräfte, die in Kliniken, Beratungsstellen und anderen Einrichtungen Opfer sexueller Gewalt und andere traumatisierte Menschen begleiten. Umfang, Qualität und Art des Einsatzes des Gelernten sind abhängig von den rechtlichen und fachlichen Möglichkeiten, die sich aus Ihren Grundqualifikationen ergeben.

Für alle Teilnehmer/innen ist Voraussetzung, dass sie als Fachkräfte mit traumatisierten Menschen arbeiten. Die Teilnahme an dieser einjährigen Fachfortbildung in Kreativer Traumatherapie ersetzt eine therapeutische Aus- bzw. Weiterbildung nicht, sondern ergänzt sie. Die Bereitschaft, "am eigenen Leibe" zu lernen, wird erwartet. Bereitschaft zu begleitender Supervision und ggf. Therapie am Heimatort wird vorrausgesetzt.

1.     Das Erleben des Traumas und seiner Folgen

Leibphänomenologische Diagnostik und leibtherapeutische Modelle zum Verständnis des Posttraumatischen Stress-Syndroms (PTSS) als Erlebensprozess (Bedeutungsräume, Schattenbewegungen ...).

 

2.     Erregungskonturen und Primäre Leibbewegungen

Zu den häufigsten Folgen traumatischer Erfahrungen gehören chronifizierte Hocherregung und Hochspannung bzw. die Neigung zu Wellen hoher Erregung und Spannung. Es hilft die Arbeit mit den Erregungskonturen und den Primären Leibbewegungen.

 

3.     Traumatherapie und Körpererleben: Beziehung – Boden – Begegnen – Bewältigen

Essentials erlebensorientierter Traumatherapie und -begleitung – Die vier großen „B“ als Bausteine, Phasen und Leitfaden therapeutischer und begleitender Prozesse. Fokussierende Körperbildarbeit mit traumatisierten Menschen.

 

4.     Klänge, Bilder, Tänze, Texte des Aufrichtens

Kreativtherapeutische Methoden, z. B. Panoramatechniken, Anklageschriften, Leibtänze, Aktives Symbolisieren mit Musik und Gestaltung, Rahmenbilder, Verwandlungsbilder, Richtungs-Leibbewegungen, Gesten ...

 

5.     Resonanzen, Supervision, Screening

Welche Bedeutung haben Resonanzen im therapeutischen Prozess und in sonstiger Begleitung? Verquere Resonanzen, Übertragungen, Fallen, Kränkungen, Mitgefühlsangst bzw. -müdigkeit, Ergriffenheit, Chance? Was brauche ich als Therapeut/in bzw. Begleiter/in?

Ausführliche Informationen zur einjährigen Fachfortbildung:

 

 

 

 

  • Anzahlung in Höhe von 50,- € sowie 12 monatlichen Raten à 95,- €.
    (Bitte beachten Sie, dass die Gebühren für etwaige Pflichtlektüren in diesen Kosten nicht enthalten sind.)
  • Bei Rücktritt beachten Sie unsere AGB

Abschluss:

Bei erfolgreicher Teilnahme an allen fünf Seminaren erhalten Sie ein Zertifikat über den Abschluss der Fachfortbildung "Kreative Traumatherapie".

Termine

Datum
Veranstaltung
Typ
Ort
Dozent/in
19.01.2018 - 21.01.2018
Kreative Traumatherapie
Traumatherapie
Stufe 3: Psychotherapie Fachfortbildung
Neukirchen-Vluyn (Nordrhein-Westfalen)
Rosalia Costagliola
17.02.2018 - 18.02.2018
Kreative Traumatherapie
Traumatherapie
Stufe 3: Psychotherapie Fachfortbildung
Neu-Isenburg bei Frankfurt (Frankfurt/Hessen)
23.02.2018 - 25.02.2018
Kreative Traumatherapie
Traumatherapie
Stufe 3: Psychotherapie Fachfortbildung
Gunzenhausen (Nürnberg/Franken)
Sina Christiane von Frommannshausen

Tagung "Wenn Worte allein nicht helfen ..."

Kreative Hilfe für traumatisierte, geflüchtete Menschen in der Praxis

am 06.09.2017 in Duisburg im Rahmen des Projekts "aufrichten!"

Nähere Informationen

Trauma und Würde — ein Blog von Dr. Udo Baer

Auf www.trauma-und.würde.de erscheinen regelmäßig Beiträge rund um das Thema "Trauma und Würde". Die Form reicht von Kommentaren, nützlichen Methoden oder Hintergrundanalysen bis zu Literaturtipps und Buchauszügen. Vor allem finden Sie viele konkrete Hilfen für Menschen, die traumatisierte Personen begleiten. Hauptautor ist Dr. Udo Baer.

Lesen Sie doch gleich mal rein!       zum Blog