Einjährige Fachfortbildung: Kreative Traumatherapie

Sexuelle Gewalt oder andere traumatische Bedrohungen erlitten zu haben, hat tiefgreifende Folgen für die Art und Weise, wie Menschen die eigene Person und ihre sozialen Beziehungen erleben.
Da Traumatisierungen oft (und sexuelle Gewalt immer) Beziehungstaten sind – verstehen wir Traumatherapie als Beziehungsarbeit.
Da traumatisches Erleben oft unsagbar ist – malen, gestalten, musizieren, tanzen wir es.
Da Wunden (= Traumata) nur geheilt werden können, wenn sie wahrgenommen werden – würdigen wir sie.
Da der Weg aus dem Trauma, das Aufrichten, nur gelingt, wenn der Mensch mit seinem Erleben ernst genommen wird - nehmen wir ihn und uns selbst ernst.
Kreative Traumatherapie ist leiborientiert („Leib“ meint den erlebenden Menschen).
Da Aufrichten auch das Wissen und Erkennen der eigenen Kompetenzen und Ressourcen erfordert – würdigen wir die oft verschütteten Kompetenzen und Ressourcen der traumatisierten Menschen und helfen dabei, sie aus dem Versteck hervorzulocken.

- Eva-Maria Brettschneider
- Conya Clackworthy
- Rosalia Costagliola
- Melanie Mühlig
Fachbereichsleitung:
- Gabriele Frick-Baer
Die Fortbildung besteht aus fünf Wochenendseminaren, die innerhalb eines Jahres in einer fortlaufenden Gruppe absolviert werden.
- Das Erleben des Traumas und seine Folgen
- Erregungskonturen und Primäre Leibbewegungen
- Traumatherapie und Körpererleben
- Klänge, Bilder, Tänze, Texte des Aufrichtens
- Resonanzen und Screening

Ausführliche Informationen zur einjährigen Fachfortbildung in der Kreativen Traumatherapie:
Anmeldegebühr von 50,00 € und 12 monatliche Raten á 90,00 € (insg. 1.080,00 €) bzw. 1.058,00 € bei Einmalzahlung
Für wen?
Die Fortbildung ist ein Qualifizierungsangebot für Therapeut/innen und andere Fachkräfte, die mit traumatisierten Menschen arbeiten, vor allem mit Erwachsenen, die unter dem Posttraumatischen Stress-Syndrom (PTSS) und anderen Folgen traumatischer Erfahrungen leiden. Der Schwerpunkt unserer Erfahrung liegt in der Arbeit mit Opfern sexueller Gewalt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Therapeut/innen in ihrer Praxis auf Menschen treffen, deren Leiden zumindest auch eine Folge traumatischer Erfahrungen ist, ist groß. Diese Fortbildung wendet sich sowohl an sie als auch an Fachkräfte, die in Kliniken, Beratungsstellen und anderen Einrichtungen Opfer sexueller Gewalt und andere traumatisierte Menschen begleiten. Umfang, Qualität und Art des Einsatzes des Gelernten sind abhängig von den rechtlichen und fachlichen Möglichkeiten, die sich aus Ihren Grundqualifikationen ergeben.
Für alle Teilnehmer/innen ist Voraussetzung, dass sie als Fachkräfte mit traumatisierten Menschen arbeiten. Die Teilnahme an dieser einjährigen Fortbildung in Kreativer Traumatherapie ersetzt nicht eine therapeutische Aus- bzw. Weiterbildung, sondern ergänzt sie. Die Bereitschaft, "am eigenen Leibe" zu lernen, wird erwartet. Bereitschaft zu begleitender Supervision und ggf. Therapie am Heimatort wird vorausgesetzt.
Die Methoden
Die Hauptmethoden sind praktische Demonstrationen und das Ausprobieren von Methoden im Plenum, in Partner/innenarbeit und in Kleingruppen. Daneben gibt es die Präsentation und Diskussion theoretischer Modelle als Zusammenfassung praktischen Erlebens; Supervision und Fallbesprechung.
Abschluss und Organisation
Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat. Dies setzt die Teilnahme an allen fünf Seminaren voraus.
Die Fortbildung besteht aus fünf Wochenendseminaren und wird als fortlaufende Gruppe durchgeführt. Jedes Wochenendseminar beginnt am Freitag um 18.00 Uhr und endet am Sonntag um 13.30 Uhr. Die maximale Gruppengröße beträgt 16 Teilnehmer/innen.

